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Barbe

Überordnung: Ostariophysi
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Unterfamilie: Barben (Barbinae)
Gattung: Barbus
Art: Flussbarbe

Die einheimische Barbe, auch Flussbarbe oder Pigge (Barbus barbus) genannt, ist ein Fisch aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae), Unterfamilie Barben (Barbinae).

Sie hat einen lang gestreckten Körper mit auffallend großen Flossen, der es ihr ermöglicht, in stark strömenden Gewässern zu leben. Ihr Körper ist mit kleinen Schuppen besetzt. Die Flussbarbe hat ein rüsselartiges, unterständiges Maul und vier dicke Bartfäden (je zwei an Oberlippe und Unterlippe) was sie als Grundfisch ausweist. Der Rücken der Flussbarbe ist graugrün, die Seiten goldgelb schimmernd. Der Bauch ist wie bei allen Arten der Barben weiß, die Flossen graugrün bis rötlich. Die sogenannten Schlundzähne sind bei der Barbe "dreireihig" angeordnet, im Gegensatz zweireihig bei den meisten anderen Cypriniden. Sie kann bis zu 90 cm lang und 10 Kilogramm schwer werden. Doch im Durchschnitt wird sie 30 bis 50 cm lang und 1-3 kg schwer.

Die Flussbarbe ist ein typischer Grundfisch, der sich in starken Strömungen wohlfühlt. Sie bevorzugt steinig-sandigen Untergrund und ist namensgebend für die Barbenregion der Flüsse.

Zur Laichzeit, die in die Monate Mai bis Juli fällt, ziehen die Barben in Schwärmen flussaufwärts. Die Abgabe der leicht klebrigen Eier (Durchmesser 2 mm; 3000-9000 Stück) erfolgt an flachen, kiesigen Stellen. Die Larven schlüpfen nach etwa 10-15 Tagen. Sie sind lichtscheu und verbleiben zunächst im Kieslückensystem und zehren vom Dottersack. Erst mit einer Länge von ca. 10-14 mm nehmen sie erste Nahrung auf. Sie besteht aus Planktonorganismen und kleinsten Bodentieren.

Die Barbe ernährt sich von Fischlaich, Insektenlarven, Muscheln, Schnecken und Würmern. Größere Barben stellen auch kleinen Fischen nach.

Die Flussbarbe ist ein langsam wachsender Fisch mit sehr weichem Fleisch. Wie bei allen Weißfischen ist ihr Fleisch mit vielen kleinen Gräten durchsetzt, was sie zu keinem besonders guten Speisefisch macht. Der Rogen der Barbe ist jedoch giftig. Dennoch gilt sie im bayrischen Raum als der klassische Steckerlfisch am Feuer gegart. Auch Ungeübte erkennen schnell die Systematik in der Grätenanordnung (Bauchgräten rippenartig, Y-Gräten zweireihig im Filetfleisch im Rücken, im Hinterteil längs stabilisierende Gräten, nicht zu vergessen wie bei allen Flossenträgern sind die Gräten, welche die Flossen im Muskelfleisch verankern).
Sie war der Fisch des Jahres 2003 in Deutschland.